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A New Purpose

Aktualisiert: Aug 26

Besondere und einzigartig Dinge finden, auswählen und zusammenführen, mit viel Leidenschaft und gegenseitigem Support. Das sind Werte und Ziele die nicht nur wir versuchen in unserer Arbeit mit LOCALS MUENCHEN zu vereinen, sondern trifft auch auf die drei Locals in unserem fünften THE LOCAL CONNECTION Shooting zu, mit welchem wir SOIS BLESSED, KUNSTVEREIN MÜNCHEN und DANIELLE GROSCH vereinen.




Dass wir dieselben Ziele verfolgen, haben wir im Gespräch mit Ruth Gombert, Inhaberin des SOIS BLESSED Concept Stores, schnell gemerkt. In unseren Konzepten finden sich viele Parallelen, wie die Suche nach den besonderen Dingen. Dies zeigt sich deutlich mit der der Auswahl der Labels, die Ruth Gombert in ihrem Concept Store führt. So auch das Label Envelope1976, das von der norwegischen Bloggerin und Influencerin Celine Aagaard im Oktober 2018 gegründet wurde. In Deutschland zählt Sois Blessed zu einer der wenigen Stores, die das Label führen. In unserem fünften THE LOCAL CONNECTION Shooting zeigen wir unter anderem auch die norwegische Brand in einer neuen Kombination. In den Räumlichkeit der historischen Arkaden des KUNSVEREINS München trifft so cleaner, aber anspruchsvoller Minimalismus aufeinander. Mit DANIELLE GROSCH, Grafik Designerin aus München, bringen wir nicht nur eine guten Freundin ein, sondern auch eine inspirierende Person, die Mode und Kunst zu ihrem Beruf gemacht hat und so optisch wie inhaltlich eine optimale Symbiose zu SOIS BLESSED und dem KUNSTVEREIN eingeht.




DANIELLE GROSCH


Als wir Danielle ein paar Wochen nach dem THE LOCAL CONNECTION Shooting am Elisabethmarkt für das Interview treffen, schwärmten wir immer noch von dem gemeinsamen Shooting im KUNSTVEREIN. Eine Kombination aus Mode und Kunst, die durch Danielle besonders an Ausdruck gewonnen hat.


Die gebürtige Brasilianerin arbeitet als Senior Grafik Designerin für das MADAME Magazine. Bereits als Kind hat sie, während sie sich mit ihrer Mutter um ihre Großeltern in Brasilien gekümmert hat, kleine Zeitschriften gebastelt. „Damals wusste ich natürlich noch nicht, dass man das zu seinem Beruf machen kann.“ Mit zwölf Jahren zog sie mit Ihrer Mutter nach München. „Ich wurde von München und den Menschen hier sehr herzlich empfangen. Es kommt natürlich auch darauf an, wie man selbst zu der Stadt steht. Ich habe München immer eine Chance gegeben.“ Bei ihrem Umzug nach München sprach Danielle noch kein Deutsch. „Schon damals war die Kunst für mich ein Medium, über das ich mich ausdrücken konnte. Kunst ist nicht von der Sprache abhängig.“ Nach der Wirtschaftsschule studierte sie Mediendesign mit Schwerpunkt Grafik und Printdesign auf der MediaDesign Hochschule.


Während ihres Studiums hat sie bei den Magazinen „Surfers“ und „SnowboarderMbM“ gearbeitet. „Aber Leider gehen die sehr nischigen Printmagazine oft zu Ende. Ich glaube trotz der Digitalisierung an Print. Es kann allerdings nur mit Qualität und Anspruch funktionieren.“ Neben Qualität und Anspruch bedarf es auch ein Quäntchen Mut, und den bewies sie, als sie sich direkt nach dem Studium in die Selbstständigkeit begab. Sie arbeitete unter anderem als Illustratorin, Set Designerin und Fotografin für Magazine und Kunden wie Refinery29, Pleasure Magazin, Waves&Woods, Jolie und Craftrad. „Ich habe mir als Selbstständige immer überlegt, welche weiteren Kompetenzen ich anbieten kann. Natürlich hatte dies auch finanzielle Aspekte, aber auch um die Perspektiven zu wechseln und einen Blick für das Ganzheitliche zu erlangen.“ Danielle erzählt uns, dass sie durchaus auch negative Erfahrungen machen musste. „Als Designerin habe ich oft dem Konzept den kreativen Kopf gegeben, die Umsetzung wurde oft anderweitig vergeben. Heute fasse ich nur Sachen an, hinter welchen ich zu hundert Prozent stehe“. Doch gerade zu dieser Zeit zeigte sich die Stärke ihres Münchner Netzwerks. Bei dem Kollegen zu Freunden und Freunde zu Kollegen wurden und man sich gegenseitig unterstützte. Ein weiterer Grund, warum Sie ein so passender Charakter für unser Shooting ist.


Mit ihrem Einstieg bei dem MADAME Magazin, entschied sie sich dazu einen neuen Weg einzugehen, hinter dem sie aber ebenso zu hundertprozentig steht. „Dort arbeiten so tolle Frauen, die für mich auch ein Vorbild sind.“ In ihrem ersten Gespräch mit dem MADAME Magazine hatte sie damals Schmetterlinge im Bauch und das, verriet uns Danielle, ist bis heute so. „Mir wird dort sehr viel kreativer Freiraum gelassen und ich versuche immer etwas auszubrechen, aber dennoch immer im Rahmen zu bleiben, damit es in die Struktur passt.“ Ihr Anspruch ist dabei immer, nicht nur dem Optischen, sondern vielmehr auch dem Inhalt gerecht zu werden. Trotz der vielen PC-Arbeit versucht Danielle alle Medien in ihre Arbeit miteinzubeziehen. „Ich arbeite viel mit Collagen und versuche immer einen Schritt weiter zu denken.“ So fotografiert sie meist analog und hat erst kürzlich für eine Taschen-Strecke Elemente aus ihren bestehenden Fotografien verwendet und daraus surrealistische Collagen erstellt. In den einfachsten und zufällig aufeinandertreffenden Gegenständen, der Natur, Kunst, Interior Design sowie Architektur findet Danielle dabei ihre Inspiration.

Ihren Job sieht sie daher nicht nur als reinen Job sondern vielmehr als Leidenschaft. „Im portugiesischen gibt es ein Wort, dessen Bedeutung viel stärker als Leidenschaft und Liebe ist – apaixonada. Das beschreibt mich am besten.“


@DANIELLEGROSCH

SOIS BLESSED



Die Marke SOIS BLESSED (dt. sei gesegnet) wurde von Ruth Gombert Ende 2015 gegründet. Nach über 20 spannenden Jahren in der Modeindustrie wollte sie mit der eigenen Kollektion neue Wege gehen. „Let’s do fashion and lifestyle but with a new purpose.” 2017 folgte der gleichnamige Concept-Store in der Prannerstraße. Dabei ist der Store von Ruth Rombert viel mehr als ein gewöhnlicher Concept Store. „Ich nenne meinen Laden viel lieber Werte-Store.“ Bei der Auswahl der Marken legt Ruth Gombert ihren Fokus auf Nachwuchsdesigner und fair produzierte Kleidung, Accessoires und Möbel. Meist sind es Marken, die außergewöhnlich und nicht überall zu finden sind. „Marken, die Geschichten erzählen, Leidenschaft in sich tragen und Menschen durch ihre Arbeiten unterstützen“, erzählt uns Ruth, als wir sie für unser fünftes THE LOCAL CONNECTION Shooting angefragt haben.


Neben Kleidung, Accessoires und Möbeln findet man bei SOIS BLESSED auch Blumen und Pflanzen im Flower Studio, das dem Store eine besondere und frische Atmosphäre verleiht. In der Daybar, die einem eleganten aber zugleich auch gemütlichen Wohnzimmer ähnelt, werden Bistro-Gerichte angeboten. Die Köchin, Deena kreiert außerdem täglich frische Kuchen und Köstlichkeiten, wobei sie besonders auf die Verwendung von saisonalen und regionalen Produkten achtet. Regional ist auch der Kaffee: dieser wird von der Rösterei WILDKAFFEE in Garmisch-Partenkirchen als ganz spezielle Röstung für SOIS BLESSED hergestellt.


Die SOIS BLESSED x HOPE SCHOOL Kollektion basiert diese Saison auf Zeichnungen der Kinder der HOPE SCHOOL in Südafrika, die sie zum Thema Dschungel und Afrika in ihrer verspielten Art gezeichnet haben. SOIS BLESSED hat daraus farbenfrohe Dessins entwickelt, die auf verschiedenen Produkte wunderbar zur Geltung kommen. Gemeinsam mit Tanja Seidl von T&T-Stories hat SOIS BLESSED eine Off-Season-Capsule Kollektion in hochwertigem Seidenstretch entwickelt. Dazu lassen sich die Styles, die SOIS BLESSED in einem gemeinsamem Projekt mit Trachten Greif realisiert hat, um auch in diesem Herbst Bayern hochleben zu lassen, besonders schön kombinieren.

Neben Fashion wird es Lampenschirme und Tapeten im neuen Jungle-Print zu entdecken geben.

Die Non-Profit-Kollektion wird Ende September im SOIS BLESSED Concept Store in München erhältlich sein.


@SOIS BLESSED


KUNSTVEREIN MÜNCHEN



Der KUNSTVEREIN München ist eine der ältesten und traditionsreichsten Institutionen seiner Art in Deutschland. Mit seinen Räumen in den historischen Arkaden des Hofgartens stellt er nicht nur einen wesentlichen Bestandteil der Münchner Kunstszene dar, sondern stößt auch weit über die Stadtgrenzen hinaus als innovative und streitbare Plattform für zeitgenössische Kunst und ihre Diskurse auf internationale Anerkennung. Kunstinteressierte können dem Verein beitreten und erhalten über das Jahr verteilt Einladungen zu Ausstellungseröffnungen und inspirierenden Angebote. Zugleich unterstützt man mit einer Mitgliedschaft die Erhaltung eines Ortes der in der aktuellen internationalen Kunstwelt kritisch mitdiskutiert.


Der Archivraum im ersten Stock des KUNSTVEREINS diente für unser fünftes THE LOCAL CONNECTION Shooting durch seine unterschiedlichen Perspektiv-Möglichkeiten, als besonders geeignete Location. Anlässlich des zweihundertjährigen Jubiläums wurde dieser als fester Bestandteil der Institution konzipiert. Der Künstler Julian Göthe hat in Auseinandersetzung mit den architektonischen Strukturen der Ausstellungsfläche einen inszenierten Raum geschaffen, der Platz für die Aufbewahrung der Historie bietet.


Julian Göthe beschäftigt sich in seiner künstlerischen Praxis unter anderem mit Interior, Dekoration und Architektur. „Mich faszinieren bestimmte Formen, exzentrische Formen der Möbelkunst. Formen die vom Funktionalen abweichen. Es gibt den vernünftigen Bauhaus- oder Charles-Eames-Stuhl, aber ich finde z.B. Möbel von französischen Designern wie Jean Royer oder Raphael interessanter. Das sind natürlich bourgeoise High-End Produkte aber gleichzeitig werden durch sie Räume inszeniert und es stellt sich die Frage: Ist das für das alltägliche Leben gedacht oder ist man bereits Teil eines Schauspiels?“ Als Julian Göthe das Angebot von Maurin Dietrich, Direktorin des KUNSTVEREIN München, bekam den Archivraum zu gestalten, sah er es als Möglichkeit in diesem Kontext einen eigenen Weg zu finden diese Inszenierung zu brechen.

„Im Prinzip habe ich einen Raum um Papp-Kartons herum entworfen. Diese Schachteln, in denen sich das Archivmaterial befindet, sind in die Regale eingefasst. Die Inszenierung mit den Seilarbeiten an den Wänden ist durchaus monumental, aber eigentlich nutzen wir arme Materialien, wie aus dem Baumarkt. Wir wollten den Raum eben brechen und aus dem rechten Winkel herausgehen. Das „Zick-Zack“ der Seilarbeiten reibt sich mit der monumentalen Halle.“ Diese beeindruckende Gestaltung des Archivraus könnt ihr noch bis 2023 im KUNSTVEREIN MÜNCHEN sehen. Mit unseren Motiven zeigen wir zwar einen Ausschnitt, aber nicht alles. Also lohnt sich ein persönlicher Blick ins Innere.


www.kunstverein-muenchen.de

Inhalte stammen teilweise aus dem Interview von Julian Görthe und Quirin Brunnmeier, März 2013, veröffentlicht auf gallerytalk.net.


Ein Text von Elena Reuß



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