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THE LOCAL CONNECTION

Aktualisiert: Aug 26

MEN'S EDITION


Die zweite THE LOCAL CONNECTION Fotostrecke, in der wir Münchner Brands, Persönlichkeiten und Locations vereinen, haben wir mit Michael Weniger in der Galerie von BENJAMIN ECK im Glockenbachviertel fotografiert. Zusammen mit DJ, Produzent und Model MANUEL NOETH und dem Menswear Label J‘AI MAL À LA TÊTE ist eine Connection aus Musik, Fashion und Kunst entstanden.




J‘AI MAL À LA TÊTE




Die Menswear Brand wurde 2012 von Anja Pawlik in München gegründet. Wenig später stieg ihr Freund Roman Dorfner mit ein. J‘AI MAL À LA TÊTE ist französisch und bedeutet „ich habe Kopfschmerzen“. Für den Namen mit der ungewöhnlichen Bedeutung hat sich Anja Pawlik entschieden, weil ihr vor lauter Reizüberflutung manchmal wirklich der Kopf schwirrt. Nach einem Studium an der Akademie Mode & Design in München war sie zunächst für Marcel Ostertag tätig. Der Wunsch nach einem eigenen Label stieg und trotz der Erfahrung in der Womenswear bei Marcel Ostertage, widmete sie sich der Menswear. Dabei ist ihr Anspruch, den Anforderungen der Menswear nicht nur im Schnitt sondern auch in der Funktion und Qualität gerecht zu werden.


Der Produktionsstandort Deutschland ist so bewusst gewählt, um die hohen Qualität Standards, faire Produktionsbedingungen und kurze Produktionswege sicher zu stellen. Bei der Auswahl der Materialien achten sie besonders darauf, dass diese funktionell und langlebig sind. Ihren Stil beschreiben sie selbst als modern, klassisch und nicht schnelllebig. Seit 2019 haben sie in der Reichenbachstraße 32 ihren eigenen Store. Bislang konnte die Kollektion nur über den Showroom in Paris bezogen werden. Ab Herbst diesen Jahres startet auch der eigene Online Shop.


www.jaimalalatete.de

MANUEL NOETH


Der DJ und Produzent MANUEL NOETH wusste schon sehr früh, wohin sein Weg einmal führen wird. Aufgewachsen ist Manuel am Chiemsee. Bereits im Alter von fünf Jahren begann er Klavier zu spielen und durfte kurze Zeit später in der Reggae-Band seines aus Jamaika stammenden Onkels auftreten. Die Reggae-Karriere hat er zwar nicht weiterfolgt, aber der Liebe zur Musik blieb er treu.


Als Teenager verbrachte er mehr Stunden im Home-Studio als in der Sonne und widmete sich ganz dem Techno. Seine Motivation zahlte sich bereits mit 16 aus. Er bespielte damals mit behördlicher Sondergenehmigung für Minderjährige den Münchner Techno Club Grinsekatze in den Optimolwerken. Eigene Produktionen folgten und kurze Zeit später konnte er damit seinen ersten Vinyl Release, zusammen mit Lucas Mayer, auf dem Label „U6 Schallplatten“ verzeichnen. Ab diesem Zeitpunkt bespielte er die Clubs in und um München bis es ihn nach Berlin zog.


Mit seinen Produktionen zog er durch Berlin und konnte überzeugen. In dem bekannten Berliner Techno Club „Kater Blau“erhielt Manuel, damals 21-Jahre jung, die Möglichkeit für seinen ersten Ging. Um seine Produktionen qualitativ auf ein höheres Level zu heben, zog er sich zurück und erschien 2019 mit einer EP auf „Moblack Records“, eines seiner Lieblings Labels, zurück auf die Bildfläche. Noch im selben Jahr durfte er das weltbekannten „Afrika Burn“ in Südafrika bespielen und sich beweisen. Mit Erfolg! Denn ein Jahr später reiste er für weitere Auftritte wieder nach Kapstadt. In den letzten Jahren erschienen weitere EP’s auf verschiedenen Labels.


Ein neues Musikprojekt des 26-jährigen ist „Manuell“, welches er aus Liebe zur Arbeit mit Instrumenten ins Leben gerufen hat. Mit einer Vielzahl an Auftritten ist das Live-Musik Duo bereits erfolgreich unterwegs. Neben seiner Arbeit als DJ und Produzent ist Manuel auch als Model bei „IZAIO“ Modelmanagement in Berlin unter Vertrag. Als wir Manuel nach der Zufriedenheit seiner Arbeit fragen, ist von Eigenlob nichts zu hören. Im Gegenteil. Manuel überlegt meist, was man hätte besser machen können. Sehr sympathisch wie wir finden. Wir sind sehr gespannt, wohin ihn seine Motivation noch bringen wird.


@manuel.noeth


GALERIE BENJAMIN ECK



Die Galerie sollte ursprünglich zur Finanzierung eines eigenen Fashion Labels dienen, das BENJAMIN ECK gemeinsam mit seinem besten Freund gründen wollte. 20 Jahre später führt er zwei eigene Galerien in München.


Ohne Homepage und mit einer einfachen Unterlage flog Benjamin Eck mit Anfang 20 nach Paris, London und Berlin, um den Künstlern die Idee der Online Galerie vorzustellen. Das Engagement und Konzept überzeugte. Schon bald wurden im Nürnberger Loft, in dem sie arbeiteten und lebten, auch stationäre Ausstellungen gezeigt. Acht Jahre später zog es sie durch Bekannte nach Berlin und führten dort gemeinsam die Galerie „Fasanen 37“ von Udo Walz. Der Wunsch nach einer eigenen Galerie, brachte ihn schließlich nach München. An einem Sonntag im August 2011 entdeckte er bei einem Spaziergang durch das Glockenbachviertel die alte Kutschendurchfahrt aus dem 19. Jahrhundert. Wo heute die Fenster eingebaut sind, war früher ein bodentiefes Tor. Der Garten war der Hinterhof. In die Immobilie mit den hohen Decken hat er sich sofort verliebt und die Galerie 2011 eröffnet. 2017 kam die Galerie in der Zieblandstraße 19 dazu. 2018 folgte Projects in der Müllerstraße 46a in den Goldberg Studios. Jährlich über 20 Shows mit drei Galerien waren nach zwei Jahren schließlich zu viel. Mittlerweile betreibt Benjamin Eck Projects und die Galerie in der Pestalozzistraße, die auch sein zu Hause ist.



Benjamin Ecks Kurationen sind immer sehr persönlich. In seinen Galerien zeigt er das was er selbst sammelt oder sammeln würde. Die Bandbreite reicht daher von figurativer Malerei bis hin zu minimalistischen, abstrakten Positionen. Dabei legt er sehr viel Wert darauf, dass das Handwerk der Künstler im Vordergrund steht, wie auch bei den Skulpturen des spanischen Künstler Duos Coderch & Malavia, die aktuell in der Galerie zu sehen sind.

Mit seiner Kuration möchte er vor allem den jungen Kunstmarkt bedienen. Die jungen passionierten Sammler trifft er am liebsten in seiner Galerie an. Sie haben zwar nicht den großen finanziellen Spielraum, aber sie haben meist eine ganz besondere Leidenschaft für die Kunst. Den deutschen Markt beschreibt er dennoch als eher Faktengetrieben. Hier zählt Kunst meist als Investment. Die Preisdiskussion sollte seiner Meinung nach allerdings nicht im Vordergrund stehen. Es macht das Gespräch viel sensibler. Auch wenn er seine Künstler sehr schätzt und Potential in ihnen sieht, ist er gegenüber seinen Kunden immer sehr ehrlich und realistisch.


„Die finale Entscheidung findet immer zwischen Bild bzw. Skulptur und Betrachter statt. Es muss eine Interkation stattfinden, dann wird es interessant. Der Galerist führt, aber die Entscheidung trifft der Kunde selbst.“


International erfährt er mehr Emotionalität gegenüber Kunst. Dies hat ihn auch dazu gebracht den Namen der Galerie von „Ponyhof Art Club“ in „GALERIE BENJAMIN ECK“ zu ändern. Auch wenn damit der Bezug zur ehemaligen Kutschendurchfahrt verloren geht, hat der Name international mehr Bedeutung.


„Kunst soll interpretierbar bleiben“ wie die aktuelle Ausstellung des russischen Künstlers Igor Skaletsky. Geboren in Tel Aviv lebt er zwischen Berlin und St. Petersburg. Seine Technik ist die digitale Collage. Das besondere sind die Feinheiten und Details in jedem Bild, die je nach Betrachter unterschiedlich interpretiert werden können. Benjamin Eck sieht die Einführung in die Kunst als Vorschlag, wodurch die Grundinterpretation gegeben ist. Für die eigene Interpretation bleibt dennoch genügend Spielraum. Genau das macht für ihn auch die Arbeit in der Galerie so spannend – „es ist wie eine Reise.“ Vor allem wenn Kunden eine Qualität und Begeisterung in einem Bild sehen, die er selbst noch nicht entdeckt hat. „Jeder hat einen anderen Blickwinkel. Wenn man die Perspektive zulässt ist es sehr spannend, was man neu entdecken kann.“


www.benjamin-eck.com



Weitere Locals unseres zweiten LOCAL CONNECTION Editiorals zeigen wir Euch hier! Auf Instagram @locals.muenchen erfahrt ihr wann.


Ein Text von Elena Reuß



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